Mobilität im Wandel
Wie werden wir in Zukunft unterwegs sein?

Neue Individualmobilität
Privat, komfortabel und elektrisch unterwegs

Das Mobilitätsverhalten der Menschen hat sich kaum verändert. Sie sind weiterhin überwiegend mit dem eigenen Auto unterwegs, allerdings voll elektrisch und autonom. Der Energie- und Flächenverbrauch des Verkehrs in den Städten ist sehr hoch.

Neue Dienstleistungen
Neue Geschäftsmodelle und geteilte Fahrzeuge

Mit der Digitalisierung sind neue Geschäftsmodelle entstanden, die neue Formen der Mobilität ermöglichen. Viele Menschen wollen Autos zwar weiterhin nutzen, aber nicht unbedingt kaufen und besitzen. Für sie ist das Teilen von Fahrzeugen Normalität und sie kombinieren Carsharing mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Platzbedarf durch Autos und Verkehr sinkt. Ehemalige Verkehrsflächen werden anders genutzt. Dadurch steigt insbesondere in den Innenstädten die Lebensqualität.

Neue Mobilitätskultur
Kürzere Wege und flexible Systeme

Immer mehr Menschen pflegen einen bewussteren Lebensstil. Die zurückgelegten Strecken sind insgesamt kürzer, da Freizeit, Arbeit und Wohnen in einem engen Umfeld stattfinden. Viele Wege werden daher zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Für weite Distanzen werden Bus und Bahn genutzt. Gemeinsames Fahren und das Teilen von Fahrzeugen gehören zum Alltag. Private Pkw sind nicht mehr erforderlich, um bequem mobil sein zu können.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Automobilwirtschaft und Verbänden haben im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung auf Initiative des BUND Baden-Württemberg drei mögliche Zukunftsbilder für die Mobilität in Baden-Württemberg im Jahr 2050 entwickelt.

Weiterführende Informationen

Jetzt unterwegs
Besuchen Sie den Erlebnisraum Mobiles Baden-Württemberg

Warum sich unsere Mobilität verändert

Der Klimawandel
Das Pariser Klimaabkommen und der CO2-Ausstoß in Baden-Württemberg

Das Klima der Erde hat sich seit Beginn der Industrialisierung bereits um etwa 1 °C erhöht. Wenn der durch den Menschen verursachte Treibhausgas-Ausstoß weiter unverändert zunimmt, wird die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende unseres Jahrhunderts nochmals um voraussichtlich 3 °C bis 4 °C steigen.

Die Staatengemeinschaft hat sich deshalb darauf verständigt, die Klimaerwärmung einzudämmen. Alle Staaten, die den Pariser Weltklimavertrag von 2016 unterzeichnet haben, verpflichten sich völkerrechtlich verbindlich, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Um das zu erreichen, muss der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 fast auf Null gebracht werden.

Das wichtigste vom Menschen verursachte Treibhausgas ist Kohlendioxid (CO2). Mit knapp 32 Prozent hat der Verkehr den größten Anteil am CO2-Ausstoß in Baden-Württemberg. Er ist außerdem der einzige Bereich, in dem es bisher nicht gelungen ist, den Ausstoß zu reduzieren.

Bis 2050 dürfen wir nahezu keine Treibhausgase mehr verursachen.

Erforderliche Treibhausgas-Einsparung zum Erreichen des Klimaschutzziels

Das Verkehrsproblem
Luftschadstoffe, Lärmbelastung und Flächenverbrauch

Die Art und Weise, wie wir derzeit unterwegs sind, schadet nicht nur dem Klima. Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide beeinträchtigen die Lebensqualität, besonders in den Innenstädten. Immer mehr fahrende und parkende Autos beanspruchen dort immer mehr Platz. Dieser Platz fehlt jedoch für Wohn- und Erholungsflächen, für Fußgänger und Radfahrer.

Darüber hinaus führt das ständig wachsende Verkehrsaufkommen zu immer mehr Staus. Auch Verkehrslärm ist nicht nur in den Städten ein Problem.

Mobilitätsrechner

Die Digitalisierung
Industrie 4.0

Digitalisierung und Automatisierung führen zu rasanten Veränderungen – auch in der Automobilwirtschaft. Künstliche Intelligenz und der Einsatz von Robotik verändern die Produktion von Grund auf. Intelligente Produktionsanlagen können selbst lernen, sich selbst steuern und die Ergebnisse optimieren. Diese Entwicklungen werden die Arbeitswelt der Zukunft maßgeblich prägen.

Vernetzte Mobilität

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Produktion, sondern auch das Auto selbst. Fahrzeuge werden zunehmend vernetzt, intelligent und autonom. Dadurch entstehen neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen im Mobilitätsbereich. Das Auto ist immer weniger das zentrale Verkehrsmittel, sondern wird Teil eines umfassenden Mobilitätssystems. Das Smartphone wird zum Schlüssel dieser Mobilität.

E-Pkw im Bestand 2010-2018
E-Pkw im Bestand 2010-2019

Die Elektromobilität

Immer mehr Staaten setzen auf Elektromobilität. In China, dem weltgrößten Absatzmarkt der Automobilwirtschaft, gilt seit 2019 eine jährlich ansteigende Quote für Elektroautos. Staaten wie Großbritannien, Irland, Norwegen, Dänemark, Schweden, Frankreich, die Niederlande, Island, Israel und Indien haben bereits beschlossen, in Zukunft keine neuen Autos mehr zuzulassen, die Benzin oder Diesel verbrennen. Diese Regeln sollen – je nach Land – zwischen 2025 und 2040 in Kraft treten.

Vom Automobilland zum Mobilitätsland

Die Automobilwirtschaft im Umbruch

Der weltweite Wandel zur Elektromobilität, die Digitalisierung und Automatisierung in der Produktion sowie das Aufkommen neuer Geschäftsideen und Wettbewerber wirken sich auf alle Bereiche der Automobilwirtschaft aus.

Als Automobilland ist Baden-Württemberg von diesem rasanten Wandel besonders betroffen. Mit 106 Milliarden Euro ist die Automobilindustrie der umsatzstärkste Industriezweig im Land. Ungefähr 215.000 Menschen sind dort direkt beschäftigt, also bei Herstellern und direkten Zulieferern. Weitere 254.000 Beschäftigte kommen dazu, wenn man indirekte Zulieferer, den Maschinen- und Anlagenbau, Dienstleister und das Kfz-Gewerbe (Handel und Reparatur) hinzurechnet –zusammen also 469.000. Damit ist jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Land in der Automobilwirtschaft tätig.

Die Filme sind in voller Länge in unserem Erlebnisraum zu sehen. Termine

Welche Auswirkungen hat der Umbruch der Automobilindustrie auf die Arbeitsplätze
Wie hängen Lebensqualität und Mobilität zusammen
Wie wird sich die Automobilindustrie in den nächsten Jahren verändern

Wohlstand und Lebensqualität

Seit der Erfindung des Automobils 1886 in Mannheim hat sich die Automobilwirtschaft zu einem zentralen Pfeiler für Wachstum, Wirtschaftskraft und Wohlstand des Landes entwickelt. Der globale Wandel der Mobilität stellt Baden-Württemberg vor die Frage, mit welchen Mobilitätsprodukten in Zukunft Geld verdient und Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Der Umbruch der Automobilwirtschaft ist nicht nur eine große Herausforderung, sondern bietet auch vielfältige Chancen für unser Land. Die Geschwindigkeit des Wandels erfordert jedoch zügiges Handeln.

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen

Mobiler Erlebnisraum

Alle Informationen rund um das Thema „Mobiles Baden-Württemberg“ gibt es auch in unserem Erlebnisraum. Er besteht aus zwei umgebauten Frachtcontainern, die mit spannenden Infotexten sowie interaktiven Anwendungen gefüllt sind. An einem großen Kommandopult kannst du die Mobilität der Zukunft live beeinflussen.

Termine

Unser Erlebnisraum tourt durch Baden-Württemberg. Komm vorbei und erlebe die Veränderung unserer Mobilität. Hier siehst du, wann der Erlebnisraum in deiner Nähe ist. Wir freuen uns auf deinen Besuch.

Karlsruhe Das Fest 19. - 21.07.
Offenburg Auf dem Marktplatz 26. - 31.08.
Stuttgart Schlossplatz 06. - 08.09.
Stuttgart Future of Mobility Day,
Mercedes-Benz Museum
14.09.
Heilbronn Bundesgartenschau 17. - 22.09.
Stuttgart Hochschule für Technik,
Standort Stadtgarten
02. - 05.10.
Schwäbisch Gmünd Münsterplatz 05. - 11.11.
Stuttgart Messe Stuttgart,
Morgenmacher Festival
21. - 24.11.

Downloads

Abschlussbericht der Studie Mobiles Baden-Württemberg

Studie

Die inhaltliche Grundlage für diese Website, den Erlebnisraum und das Themenheft bildet die Studie „Mobiles Baden-Württemberg“. Diese wurde im Jahr 2017 gemeinsam vom BUND Baden-Württemberg und der Baden-Württemberg Stiftung veröffentlicht.

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